RE: Neues Liniennetz

#46 von Chris24 , 15.09.2006 11:01

Was heißt hier der Bus nimmt der Straßenbahn die Fahrgäste weg?
Der Bus fährt ja nicht wie die Straßenbahn sondern ne ganz andere Strecke


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RE: Neues Liniennetz

#47 von funkenkutsche , 15.09.2006 12:04

Zitat von Chris24
Was heißt hier der Bus nimmt der Straßenbahn die Fahrgäste weg?
Der Bus fährt ja nicht wie die Straßenbahn sondern ne ganz andere Strecke

Preisfrage: Ich wohne am Lutherplatz und will zum Hauptbahnhof. Bisher geht Fahrgast zur Hst. Lutherstr. und fährt mit den Linien 2 oder 5. Zukünftig fährt er mit Linie 30. Womit fährt er dann nicht mehr??? Vielleicht ist es doch manchmal hilfreich, vor dem Schreiben das Denken einzuschalten!


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RE: Neues Liniennetz

#48 von Chris24 , 15.09.2006 12:10

Wenn der Bus nicht grade weg ist dann mit dem Bus,ansonsten Straßenbahn (Bus Mo-Fr 5.45 bis 16.45 alle 30Minuten, Samstag 8.45 bis 16.00 alle 40 Minuten).


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RE: Neues Liniennetz

#49 von funkenkutsche , 15.09.2006 12:15

Zitat von Chris24
Wenn der Bus nicht grade weg ist dann mit dem Bus,ansonsten Straßenbahn (Bus Mo-Fr 5.45 bis 16.45 alle 30Minuten, Samstag 8.45 bis 16.00 alle 40 Minuten).

Wenn der Fahrgast den Bus aber doch erreicht hat!
Wenn, wenn, wenn!


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RE: Neues Liniennetz

#50 von Chris24 , 15.09.2006 12:17

Genauso vom Rosengarten zum Hbf einmal die 5 und einmal die S 7


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RE: Neues Liniennetz

#51 von Thomas Häusler , 15.09.2006 12:24

Zitat von Chris24
Genauso vom Rosengarten zum Hbf einmal die 5 und einmal die S 7



Hallo

die S-Bahn kannst Du nur bedingt dazu zählen. Durch die großen Haltestellenabstände ist das nicht mit der BL 30 vergleichbar.


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RE: Neues Liniennetz

#52 von Chris24 , 15.09.2006 12:29

Gut dann nimm das Beispiel Hbf - Trotha:
Da gibts zum einen den HEX und die S7 zum Bahnhof Trotha,
sowie die Straßenbahn 12 und sämtliche OBS-Linien zur Wendeschleife


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RE: Neues Liniennetz

#53 von Thomas Häusler , 15.09.2006 12:38

Zitat von Chris24
Gut dann nimm das Beispiel Hbf - Trotha:
Da gibts zum einen den HEX und die S7 zum Bahnhof Trotha,
sowie die Straßenbahn 12 und sämtliche OBS-Linien zur Wendeschleife



Da gilt das gleiche, da der HEX sowie OBS ja nicht zwischendurch halten. Bzw. der OBS nochmal an der Krausenstraße. Und bei der Taktdichte sowieso vernachlässigenbar.
Bei der Bahn weiß ich, das alle 15 Minuten eine fährt.


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RE: Neues Liniennetz

#54 von Chris24 , 15.09.2006 12:42

Das ist richtig aber der HEX ist eben schneller


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RE: Neues Liniennetz

#55 von Thomas Häusler , 15.09.2006 12:46

Zitat von Chris24
Das ist richtig aber der HEX ist eben schneller



Aber eine 2-stündlich verkehrende Regionalbahn ist nicht wirklich Konkurrenz, oder?


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RE: Neues Liniennetz

#56 von Chris24 , 15.09.2006 12:51

Ach wenn man weiß wann sie fährt dann ist das okay


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RE: Neues Liniennetz

#57 von Sascha Claus , 15.09.2006 17:24

Zitat von Thomas Häusler
Aber eine 2-stündlich verkehrende Regionalbahn ist nicht wirklich Konkurrenz, oder?


Eine halbstündliche RB ist anderswo ausreichende Konkurrenz für eine 10-(jetzt nur noch 20-)minütliche Straßenbahn. Aber wenn der HEX wirklich nennenswerte Konkurrenz darstellt, lockt er auch neue Kunden – für den ÖPNV als ganzes ein Gewinn, solange die Straßenbahn nicht ausgedünnt wird.


 
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RE: Neues Liniennetz

#58 von truestepper , 15.09.2006 17:53

So, nun fassen wir das ganze mal ein bisschen zusammen.

Erstmal zum Thema Franckeplatz

Als es damals den Plan für den Streckenneubau gab, war von Anfang an unter den Fahrplanern klar, dass vom Glauchaer Platz zum Rannischen Platz nur in der Zeit, wo der Abschnitt zum Hbf noch nicht fertig wird, eine Linie verkehren wird. Es war damals bloss die Frage, welche Linie man dafür opfert. Dies war dann die Linie 6. Alle Linien, die nach der Fertigstellung des Neubaus von der Rennbahn zum RP fahren sollen, wurden von Anfang an immer über den Markt geplant (was ja wohl auch sinnvoll ist, oder?).

So, nun zum Thema Verkehrsarten und deren Aufgaben mit den von euch gewählten Beispielen.

Chris brachte die Beispiele Trotha-Hbf und Rosengarten Hbf. Straßenbahnen, S-Bahnen und Regionalbahnen (oder Expresszüge) haben unterschiedliche Erschliessungsaufgaben. Na klar kann man von Trotha die Straba, eine RB oder einen RE zum Hbf nutzen, aber nicht alle dieser Verkehrsarten haben genau diese Aufgabe. Die Straßenbahn soll zwischen den Eisenbahnen die Erschliessungsfunktion übernehmen, genauso wie die RB zwischen den RE's. Es ist also angedacht, die Leute von den Bahnhöfen aus mit der Straba (oder falls Strecke nich vorhanden mit dem Bus) in der Stadt zu verteilen. Es ist also eher zufällig, wenn man über mehrere Möglichkeiten von Start zu Ziel verfügt. Im Idealfall kann man natürlich die schnellere Variante nutzen, auch wenn diese nicht unbedingt dafür vorgesehen ist.

Nun zum Thema Quartierbus

Die Diskussion darüber ist verständlich, auch wenn man wirklich mal darüber nachdenken sollte, wozu derartige Verkehrsmittel dienen. Mich selbst hat seit vielen Jahren immer wieder verwundert, dass man das Riebeckviertel/Lutherviertel nie erschlossen hatte. Na klar kann man sagen, dass wer früher den Weg zur Straba gefunden hatte, diesen auch heute finden wird und den Zeitaufwand auf sich nehmen wird.
Unsere Bevölkerung wird im Durchschnitt immer älter! Darauf muss sich der ÖPNV einstellen. Desweiteren muss man in Zeiten der globalen Erwärmung und der Verschlechterung der Umwelt Alternativen zum Individualverkehr anbieten. Und unter anderem solch eine Aufgabe haben auch die Alitas und Quartierbusse. Es muss möglich sein, dass jeder in der Innenstadt (Bevölkerungsdichte hier als Aussagekraft!) in einem Abstand von rund 300 bis 400 Meter eine Zugang zum ÖPNV vorfindet. Genau dies hab ich in dem von euch angesprochen Viertel immer vermisst.
Desweiteren dient ein Quartierbus nicht der Wegnahme von Fahrgästen einzelner anderer Verkehrsarten, sondern der Erschliessung von neuen Kundenpotentialen. In den letzten Jahren wurde kontinuierlich Raubbau betrieben (der Kostendruck auf die Verkehrsbetriebe seitens Bund und Land tut hier sein übriges, ich sag nur "Regionalisierungsmittel!!"), Takte wurden gekürzt, Umläufe eingespart. Dabei wird immer wieder vergessen, dass dieses Problem nicht linear ist, sondern sich potentiert. Wenn ich ein Angebot verringere, potentiert sich die Anzahl der Leute, die das Angebot nicht mehr wahrnehmen. Man sollte also manchmal auch durch gezieltes Marketing offensiv dagegen wirken. Hier hat die HAVAG meines Erachtens immernoch Nachholbedarf, auch wenn ich die Arbeit der HAVAG nicht grundsätzlich verurteilen möchte.

Nun noch zum Thema kurze Wendezeiten.

Hier die üblichen Fragen, was man eigentlich wirklich möchte:

aus Fahrgastsicht:

1. gute Verknüpfungen zwischen Takten einzelner Linien?
2. gute Umsteigebeziehungen zwischen Linien?
3. Einhaltung der Abfahrtszeiten (Verbindlichkeit von Fahrplänen wird seit Jahren europaweit diskutiert)?

aus unternehmerischer Sicht?

1. Anzahl der notwendigen Kurse und damit Fahrzeug- und Personaleinsatz?
2. Fahrplanstabilität (in anderen Ländern wird auf sowas geachtet z.b. Holland)

So, ich denke, dass war sicherlich erstmal etwas stärkerer Tobak für alle Lesenden. Ich habe niemanden für seine Aussagen persönlich angegriffen! Mein Ziel ist es mit derartigen Postes eure Sichtweisen ein bisschen zu erweitern und zu sensibilisieren.

Ich wäre dafür, dass wir diese Themen einzeln diskutieren. Hier würde mich auch mal interessieren, wie jeder von euch zum Beispiel einen Quartierbus und dessen Aufgabe definieren würde.

Grüße


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RE: Neues Liniennetz

#59 von MGT6D 631 , 15.09.2006 18:10

Hallo
Quartierbus: Ich würde,auch wenn da evtl. andere anderer Meinung sind einen Quartierbus so definieren, das er die Fahrgäste,die in einem Viertel wohnen, das "nicht so gut angeschlossen ist" also wo nicht in jeder 4ten Straße ne Bahn rumfährt. Das halt dieser Bus die Leute zu einem "Zentralen Punkt"bringt,wie es die 30,die zum Rann.Platz fährt hoffentlich tun wird.


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RE: Neues Liniennetz

#60 von truestepper , 15.09.2006 18:24

Also ist zum Beispiel die Erschliessung eines Wohngebietes eine Aufgabe, wenn andere Verkehrträger etwas weiter entfernt ihre Zugänge haben, so dass ein Erreichen zu Fuss durchaus eine Mobilitätsbarriere werden kann.


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