MDSB S3 im Stadtgebiet Halle

#1 von FTB , 04.11.2021 11:10

Ich habe lange überlegt, wie man die bevorstehenden Änderungen zur Fahrplanverwexlung griffig in ein Forenthema fassen kann. Und das ist dabei heraus gekommen.


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RE: MDSB S3 im Stadtgebiet Halle

#2 von FTB , 05.11.2021 11:29

Beispielhaft habe ich vorhin mal gesucht, wie sich der Fahrtverlauf nach Neustadt ab Dezember gestaltet. Wenn ich die Fahrzeiten allerdings sehe, könnte (Konjunktiv!) ich mir mit meinem Laienverstand vorstellen, dass das sehr verspätungsanfällig wird.
Halle Messe ab 11:37
Halle(Saale)Hbf ab 11:46
Halle Rosengarten ab 11:50
Halle-Silberhöhe ab 11:52
Halle Südstadt ab 11:56
Halle Zscherbener Straße ab 12:01
Halle-Neustadt ab 12:03
Halle-Nietleben an 12:06


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RE: MDSB S3 im Stadtgebiet Halle

#3 von Alter Tramfahrer , 05.11.2021 12:29

Hallo!

Meine Vorstellung ist die eher, daß beim Kopfmachen( Fahrtrichtungswechsel) im Hauptbahnhof auch die TFZ-Führer wechseln.


MfG
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RE: MDSB S3 im Stadtgebiet Halle

#4 von MD 612 , 05.11.2021 18:57

Zitat von FTB im Beitrag #2
Wenn ich die Fahrzeiten allerdings sehe, könnte (Konjunktiv!) ich mir mit meinem Laienverstand vorstellen, dass das sehr verspätungsanfällig wird.

??? Vier Minuten Messe - Hbf sind kein Problem, fünf Minuten sind die für das Wenden mit einem ET offiziell benötigte Zeit, und die Fahrzeiten Hbf - Nietleben entsprechen dem, was vorher auch die S7 benötigt hat. Der einzige Hasenfuss ist die Kreuzung mit der neuen S7 (Eisleben - Halle) in Südstadt. Aber dafür gibt es 20 Minuten Wendezeit in Nietleben, das kann manches ausgleichen.

Zitat von Alter Tramfahrer im Beitrag #3
Meine Vorstellung ist die eher, daß beim Kopfmachen( Fahrtrichtungswechsel) im Hauptbahnhof auch die TFZ-Führer wechseln.


Nicht zwnangsläufig. Wenn kein anderer Grund für einen Personalwechsel vorliegt (Pause, Dienstende), fahren die Kollegen von (Wurzen-) Leipzig bis Nietleben und zurück durch.

Gruß Peter

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RE: MDSB S3 im Stadtgebiet Halle

#5 von Alter Tramfahrer , 06.11.2021 11:55

Hallo @MD 612

Mag sein, daß ein TFZ - Führer den Führerstandeswechsel in 4 Minuten schaffen kann, wenn man bedenkt daß so ein Triebzug länger als eine Lok und kürzer als ein ICE ist. Voraussetzung ist aber dafür, daß es sich hier um keine Doppeltraktion handelt, die im Hauptbahnhof wahrscheinlich getrennt wird.
Meine Bedenken beziehen eher auf das Herunterfahren der Technik im aus Wurzen einfahrenden und das Hochfahren der Technik im nach Nietleben ausfahrenden Führerstand. Und die ist ja umfangreicher als noch in den 1980er bis Mitte 1990er Jahren.


MfG
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RE: MDSB S3 im Stadtgebiet Halle

#6 von MD 612 , 06.11.2021 14:17

^Eine Doppeltraktion wendet planmäßig in sechs Minuten, das hatten wir in vergangenen Fahrplanperioden zeitweilig auch schon in Trotha. Geplant ist für das Fahrplanjahr 2022 wie jetzt auch ein Vierteiler auf der Gesamtstrecke der S3. Nur jeweils zwei Zugpaare früh und nachmittags fahren zwischen Halle Hbf und Wurzen in Doppeltraktion, aber zwischen Halle Hbf und Nietleben fahren auch diese Züge nur "einfach". Da kann es dann auch zum Personalwechsel kommen, wenn der ankommende Lokführer den nordwärts fahrenden Zugteil selbst wegfährt, während "hinten" eine neuer Lokführer aufsteigt. Beim Verstärken kann der von Nietleben ankommende Lokführer umsteigen, während ein anderer den zweiten Zugteil von Norden ansetzt und dann absteigt. Aber wie schon geschrieben, bei vielen Fahrten steigen die Lokführer beim Wenden um und fahren selbst weiter. Im Übrigen steht die S3 in beiden Richtungen am Hbf sechs Minuten. Das sollte auf alle Fälle reichen.

Gruß Peter

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#7 von Alter Tramfahrer , 07.11.2021 15:48

Zitat von MD 612 im Beitrag #6
^Eine Doppeltraktion wendet planmäßig in sechs Minuten, das hatten wir in vergangenen Fahrplanperioden zeitweilig auch schon in Trotha. Geplant ist für das Fahrplanjahr 2022 wie jetzt auch ein Vierteiler auf der Gesamtstrecke der S3. Nur jeweils zwei Zugpaare früh und nachmittags fahren zwischen Halle Hbf und Wurzen in Doppeltraktion, aber zwischen Halle Hbf und Nietleben fahren auch diese Züge nur "einfach". Da kann es dann auch zum Personalwechsel kommen, wenn der ankommende Lokführer den nordwärts fahrenden Zugteil selbst wegfährt, während "hinten" eine neuer Lokführer aufsteigt. Beim Verstärken kann der von Nietleben ankommende Lokführer umsteigen, während ein anderer den zweiten Zugteil von Norden ansetzt und dann absteigt. Aber wie schon geschrieben, bei vielen Fahrten steigen die Lokführer beim Wenden um und fahren selbst weiter. Im Übrigen steht die S3 in beiden Richtungen am Hbf sechs Minuten. Das sollte auf alle Fälle reichen.

Gruß Peter


Mag sein, daß man seine Wendezeiterfahrung aus Trotha hier einfließen lässt, aber für mich ist das eher ein Vergleich zwischen einem Spatz( Trotha) und Elefant( Halle/ Saale Hauptbahnhof). Für mich gehört eben Trotha zu den Bahnhöfen, wo ein Triebfahrzeugführer bequem von einem Ende zu dem anderen Ende des Zuges laufen kann, ohne einen Hindernislauf zu veranstalten( weder drin oder außerhalb des Zuges). Was bestimmt beim Aufenthalt in Halle/ Saale Hauptbahnhof möglich ist, wo man mit einer großen Anzahl von aus- und einsteigenden Fahrgästen und mit Fahrgästen zum Beispiel zu tun hat, die bestimmt von der Silberhöhe nach Leipzig oder umgekehrt fahren und Kinderwagen oder Fahrräder dabeihaben.

Du kannst davon ausgehen, daß ich mich viel auf beiden Bahnhöfen herumgetrieben habe und daher weiß, was sich dort abspielt.


MfG
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#8 von MD 612 , 07.11.2021 16:42

Zitat von Alter Tramfahrer im Beitrag #7
Du kannst davon ausgehen, daß ich mich viel auf beiden Bahnhöfen herumgetrieben habe und daher weiß, was sich dort abspielt.

Du kannst davon ausgehen, dass ich genügend praktische Erfahrung im Umgang mit den Hamstern, aber auch mit dessen Vorgängern habe um einschätzen zu können, dass die fünf Minuten Wendezeit für einen einzelnen Triebzug und sechs Minuten für eine Doppeltraktion ausreichend sind. Sowohl in Trotha als auch am Hbf und in vielen weiteren Bahnhöfen mit erhöhtem Fahrgastandrang. Die genannten Mindestwendezeiten sind auch kein willkürlich festgelegter Zeitwert, sondern entspringen praktischen Zeitmessungen vor Inbetriebnahme der Züge und beinhalten auch gewisse Reserveaufschläge für unvorhergesehene Ereignisse inklusive erhöhtem Fahrgastandrang an stark frequentierten Bahnhöfen.

Gruß Peter

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RE: MDSB S3 im Stadtgebiet Halle

#9 von Alter Tramfahrer , 07.11.2021 17:37

Hallo!

Erfahrungen hin und her. Man sollte ehrlicherweise mal ein wenig Zeit in das Land laufen lassen und sehen, was und wie die Sache so funktioniert, wenn sie dann Anfang/ Mitte Dezember in das Laufen kommt.
Ja, meine Meinung ist eben die, daß gewisse Dinge eben mal nicht idealerweise 1:1 übertragen lassen können. Auch, wenn man daran glaubt.


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#10 von MD 612 , 07.11.2021 19:53

Zitat von Alter Tramfahrer im Beitrag #9
Ja, meine Meinung ist eben die, daß gewisse Dinge eben mal nicht idealerweise 1:1 übertragen lassen können. Auch, wenn man daran glaubt.

Lass das doch einfach die Leute beurteilen, die etwas von der Sache verstehen und täglich damit zu tun haben. Die Praxis zeigt heute schon, dass es machbar ist in fünf Minuten mit einem Lokführer und einem Triebzug bzw. in sechs Minuten mit einer Doppeltraktion zu wenden. Auch bei hohem Fahrgastandrang, auch im Hallenser Hbf. Es ist doch nicht so, dass wir in knapp neun Jahren Mitteldeutsche S-Bahn nicht genügend Gelegenheit gehabt hätten Erfahrungen zu sammeln und die bei Zeitmessungen ermittelten Zeitwerte in der Praxis zu bestätigen.

Gruß Peter

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RE: MDSB S3 im Stadtgebiet Halle

#11 von firechef01 , 15.11.2021 22:29

Für mich ist es ein absolutes NonPlusUltra, Züge in dieser Zeit zu kapseln. Ein Zug muß durchfahren von Bahnhohf zum Zielbahnhof.
Warum läst man nicht die S-Bahn von Halle-Trotha nach Zwickau oder wer weis wo hin und lästt die S-Bahn von Nietleben einfach mal nach Bitterfeld, Eilenburg, Wittenberg o.ä.fahren? wirkliche dumme Trassen gewirkrt


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RE: MDSB S3 im Stadtgebiet Halle

#12 von Sam84 , 16.11.2021 09:07

Hallo

Also bei einer S Bahn von Trotha nach Zwickau hört sich nicht schlecht an.
Aber die Mehrheit will halt nach Leipzig und da macht es schon Sinn man sieht es ja morgens wie voll die Bahnen aus Neustadt sind...

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RE: MDSB S3 im Stadtgebiet Halle

#13 von FTB , 16.11.2021 09:37

Ich könnte (Konjunktiv!) mir vorstellen, dass mit der Durchbindung der S3 nach Neustadt sich die Verkehrsströme neu sortieren.
Es ist für jemanden, der in Großkugel arbeitet, in Halle-Neustadt wohnt und den ganzen Tag schwatzend am Telefon hängt, bestimmt attraktiver mit der S3 durchgehend zu fahren als am Hbf. von Straßenbahn auf S3 umzusteigen. Ähnliches gilt (nur in der anderen Richtung) für Scheibe A, dem Sozialrathaus in Halle-Neustadt.
Insoweit halte ich die Entscheidung, die S3 von Leipzig nach Neustadt durchzubinden, für richtig. Ob ich mit meiner Meinung richtig liege, werden wir in ein paar Monaten wissen :)


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#14 von FTB , 22.11.2021 11:20

Wie unsere Heimatzeitung heute berichtete, wird die Strecke der S3 nach Neustadt und Nietleben am 11.Dezember nach 11 Monaten Bauzeit wieder frei gegeben. Wobei ich mal davon ausgehe, dass hier eigentlich der 12.Dezember gemeint ist, denn ab da wird erst der deutschlandweite Fahrplanwechsel vollzogen.
Bereits vorher, ab dem 29.November, wird die Schiene über Rosengarten wieder freigegeben. Vorher gibt es noch eine Vollsperrung der Westseite des Hbf., um das neue ESTW anzuschließen.
Während der Bauarbeiten hatte die Bahn mit vielen Widrigkeiten zu kämpfen. Von Corona bis zu Kupferdiebstahl.


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#15 von HGlanert , 22.11.2021 19:45

Zitat von FTB im Beitrag #14
Wie unsere Heimatzeitung heute berichtete, wird die Strecke der S3 nach Neustadt und Nietleben am 11.Dezember nach 11 Monaten Bauzeit wieder frei gegeben. Wobei ich mal davon ausgehe, dass hier eigentlich der 12.Dezember gemeint ist, denn ab da wird erst der deutschlandweite Fahrplanwechsel vollzogen.


Den 11. Dezember halte ich schon für plausibel, morgens zu Betriebsbeginn am 12. Dezember sollen bereits die ersten Züge wieder nach Nietleben rollen. Und das auf frei gegebenen Gleisen. ;-)

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