RE: Havag bereitet Ausschreibung für neue Straßenbahnen vor

#16 von Steve P. , 05.09.2009 22:37

Ein Bimmelkutscher sagte einmal :

"hetten sie mal den MGT6D weiter entwickelt"

So dumm ist das garnicht musste ich nach einpaar mal nachdenken feststellen.

Oder? Was meint ihr.

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RE: Havag bereitet Ausschreibung für neue Straßenbahnen vor

#17 von kurzer , 06.09.2009 03:50

Guten Morgen

Gebaut wurde er ja von DÜWAG/ Siemens und zum Teil durch DWA Bautzen.
Die Produktion wurde durch denn Combino eingestellt als kann man sagen das er ja weiter entwickelt wurde nur als 100% NF Wagen.
Bombardier stieg ja mit dem 70% NF Wagen ein dem Flexity Klassik.

Also kann man´doch schon sagen das er weiter entwickelt wurde? oder nicht.

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RE: Havag bereitet Ausschreibung für neue Straßenbahnen vor

#18 von Tramfreunde Beesen , 06.09.2009 09:14

Ja das kann man sagen.

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RE: Havag bereitet Ausschreibung für neue Straßenbahnen vor

#19 von truestepper , 06.09.2009 19:46

Verwechselt bitte nicht die Weiterentwicklung eines Modells mit kompletten Neuentwicklungen von Fahrzeugtypen bzw. -familien. Sicherlich lernt man aus Fehlern der Vergangenheit und versucht aber gleichzeitig auf bewährten neben den Neuentwicklungen aufzubauen. Der Flexity wurde damals entwickelt, da man von den Multigelenkfahrzeugen wieder weggehen wollte und erkannte, dass 100 Prozent Niederflurigkeit nicht notwendig ist und klassische Fahrgestelle gegenüber neuartigen Entwicklungen durchaus Vorteile bieten. Die neuesten Fahrzeugfamilien in Deutschland sind aktuell unter anderem Avenio (Siemens) und Flexity 2 (Bombardier).

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RE: Havag bereitet Ausschreibung für neue Straßenbahnen vor

#20 von Paul+Paula , 12.09.2009 15:53

Da ist sie - die Ausschreibung:

------------------------------------------------------------------------
Titel: D-Halle/Saale: Eisenbahn- und Straßenbahnpersonenwagen und Oberleitungsbusse
Ort: DE - 06007 VÖ-Datum: 29.08.2009
Art des Dokuments: Ausschreibung Frist: 02.10.2009
Art der Ausschreibung: EU Ausschreibungen
Beschreibung: Bezeichnung des Auftrags durch den Auftraggeber: Lieferung von Niederflurstraßenbahnen (Komplettfahrzeuge). Ersatzbeschaffung von meterspurigen Niederflurstraßenbahnfahrzeugen - kurz - zur Komplettierung des Niederflurfahrzeugparks der HAVAG zum Einsatz im Gleisnetz der Stadt Halle (Saale). Herstellung und betriebsbereite Lieferung von mindestens 12 Stück bis max. 16 Stück Zweirichtungs-Gelenktriebwagen mit einem Fahrerstand in min. 50 %-Niederflurbauweise mit einer Beförderungskapazität von ca. 120 Fahrgästen (4 Pers./m2), Länge: ca. 20 m, Breite: 2,30 m, Spurweite: 1 000 mm und mit Drehgestellen. Die Einstiege sollten eine Höhe von ca. 300 mm ü. SOK nicht überschreiten. Das Fahrzeug...
Sprachen: [DE] [EN]
---------------------------------------------------------------

er"google"t im Internet.

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RE: Havag bereitet Ausschreibung für neue Straßenbahnen vor

#21 von PeterV , 17.11.2010 19:39

Gerade eben bei "Sachsen-Anhalt heute" Meldung dass Bombardier 12 neue Niederflurwagen nach Halle liefert!Man wird ja hoffentlich in den nächsten Tagen Genaueres hören.

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RE: Havag bereitet Ausschreibung für neue Straßenbahnen vor

#22 von Matthias Pietschmann , 17.11.2010 19:48

Hallo,

nun ist es offiziell Halle erhält ab 2012 12 weitere Fahrzeuge vom
Typ FLEXITY Classic (MGT-K) von Bombardier.
Gebaut werden die Fahrzeuge wieder im Werk in Bautzen.
Ein entsprechender Bericht kam gerade im MDR.
Auch auf deren Homepage findet sich eine kurze Meldung :
http://www.mdr.de/sachsen-anhalt...46;html#4470214

Gruß
Matthias

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RE: Havag bereitet Ausschreibung für neue Straßenbahnen vor

#23 von truestepper , 17.11.2010 23:16

Dann scheint man wohl das Werk wieder trocken bekommen zu haben.

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RE: Havag bereitet Ausschreibung für neue Straßenbahnen vor

#24 von Student , 18.02.2011 20:26

Hallo an alle,
ich bin heute in Leipzig gewesen und dort u.a mit dem Leoliner gefahren. Also ich muss sagen, dass ich bisher in keiner komfortableren Bahn gefahren bin. Der Wagen glitt richtig über die (in Leipzig teilweise sehr schlechten) Schienen. Die Sitze waren zwar genauso hart wie im MGT-K, aber man hatte dort viel mehr Platz. Zwar hatt man dort eine Stufe mehr in den Bereich über den Drehgestellen, aber wozu hat man 2 gesunde Beine, allen anderen bleibt ja der Niederflurbereich. Ich hatte auch gelsen, dass die Wagen relativ günstig sind. So frage ich mich, warum man in Halle nicht lieber diesen Typ genommen hat, als den MGT-K, welcher als Fahrgast doch im Moment der schlimmste Wagen in Halle ist. Sicherlich hat man durch die Neubestellung des K eine Typenvereinfachung, aber die Kosten beim Leoliner sind durch bewährte Komponenten (z.B. Tatra Drehgestelle) niedrig. Also was meint ihr dazu?
Gruß
Student

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RE: Havag bereitet Ausschreibung für neue Straßenbahnen vor

#25 von G-e-o-r-g-V , 18.02.2011 21:01

Naja, wenn man sich überlegt, dass der NGT6 Nr. 1307 einen Tag lang mit Achsbruch durch Leipzig gekutscht ist und jetzt irreparable Schäden aufweist....

Und außerdem finde ich die Leos unbequem und laut, auch wenn ich Tatra-Drehgestelle im Allgemeinen gut finde.

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#26 von Student , 18.02.2011 21:05

Naja man muss dazu sagen, dass ich mit einem Leoliner der 2. Serienproduktion gefahren bin und die waren nich viel lauter als der MGT-K, aber wesentlich bequemer (außer die harten Sitze).

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RE: Havag bereitet Ausschreibung für neue Straßenbahnen vor

#27 von HGlanert , 18.02.2011 22:25

Zitat von Student
Hallo an alle,

Auch ein Hallo

Zitat von Student
ich bin heute in Leipzig gewesen und dort u.a mit dem Leoliner gefahren. Also ich muss sagen, dass ich bisher in keiner komfortableren Bahn gefahren bin.

Spontan fällt mir der Dresdener Flexity Classic ein. Zu dieser Familie gehört übrigens auch der MGT-K.

Zitat von Student
Der Wagen glitt richtig über die (in Leipzig teilweise sehr schlechten) Schienen.

Sicher hast du an Kreuzungen das Poltern überhört. Schnell fuhr dieser Wagen sicher auch nicht, da im Wageninneren mit Zunahme der Geschwindigkeit die Vibrationen zunehmen.

Zitat von Student
Die Sitze waren zwar genauso hart wie im MGT-K, aber man hatte dort viel mehr Platz.

Ungeteilte Zustimmung!

Zitat von Student
Zwar hatt man dort eine Stufe mehr in den Bereich über den Drehgestellen,

Ich bin mir sicher, dass die halleschen Nf-Wagen innen nur eine Stufe haben, die wenige cm Höhenunterschied überwinden. Der Leoliner hat zwischen Niederflur- und Drehgestellbereich 3 (!) Stufen, die einen Höhenunterschied von reichlich einem halben Meter überwinden. Die Breite der Stufen ist auf Grund des beengten Platzes recht gering. Gerade zur Hauptverkehrszeit, wenn die Bahn voll ist, ist dies bei stark bremsenden Bahnen gefährlich. Seeehr gewöhnungsbedürftig ist die geringe Tritthöhe der 4 Stufen im Türbereich (Tür 1 und 4).

Zitat von Student
aber wozu hat man 2 gesunde Beine, allen anderen bleibt ja der Niederflurbereich.

Gut, dass der Mensch prinzipiell bequem ist und allgemein die Stufen nur steigt, wenn er im Nf-Bereich keinen Sitzplatz mehr findet.

Zitat von Student
Ich hatte auch gelsen, dass die Wagen relativ günstig sind. So frage ich mich, warum man in Halle nicht lieber diesen Typ genommen hat,

Weil von der HAVAG Qualität ausgeschrieben wurde.

Zitat von Student
als den MGT-K, welcher als Fahrgast doch im Moment der schlimmste Wagen in Halle ist.

Aus Fan-Sicht mag der MGT-K der schlimmste Wagen sein. Wir werden aber alle nicht jünger und werden es im Alter danken, wenn wir nicht so viele Stufen beim Betreten der Bahn steigen müssen. Außerdem sollte den Mobilitätseingeschränkten auch eine Möglichkeit zur Beförderung geboten werden, die technischen Entwicklungen (Stichwort: Nf-Fahrzeuge) ermöglichen dies. Daher sind Tatrabahnen, auch wenn ich persönlich gerne mit diesen Wagen mitfahre, veraltet und gehören nicht in ein modernes Verkehrsunternehmen.

Zitat von Student
Sicherlich hat man durch die Neubestellung des K eine Typenvereinfachung, aber die Kosten beim Leoliner sind durch bewährte Komponenten (z.B. Tatra Drehgestelle) niedrig.

Wie bereits beschrieben, werden die Tatrawagen naher Zukunft auf's Abstellgleis fahren. Somit existieren die angesprochenen bewährten Komponeneten bei der HAVAG nicht mehr. Andererseits würde bei Anschaffung von Leolinern ein erweiterter Lagerplatzbedarf (und Verwaltung der gelagerten Ersatzteile) erforderlich, der betriebswirtschaftlich sehr teuer ist.
Dies ist auch ein Grund, weshalb sich große Konzerne (z.B. Autobauer) ihr Material mittels just-in-time liefern lassen.

Zitat von Student
Also was meint ihr dazu?

Die Bestellung der MGT-K freut mich, da der Markt meiner Meinung nach momentan kein besseres Produkt in dieser Gefäßgröße bietet.
In Leipzig sind bisher mind. 2 Leoliner (1307 und 1323) abgestellt, deren Wiederinbetriebnahme auf Grund eklatanter Schäden (keine Unfallschäden) unwahrscheinlich ist. Weiterhin ist ein Tw der Prototypen, ich glaube Tw 1302, nach einer Unfallinstandsetzung wegen technischer Probleme nicht mehr einsatzfähig. Mit dem Totalausfall mehrerer Fahrzeuge nach einer solch' kurzen Einsatzzeit möchte ich nicht von einem ausgereiften Produkt sprechen.
Auch Halberstadt ist mit der Einsatzstabilität der Leoliner nicht gerade zufrieden.

Schlussendlich möchte ich festhalten, dass Halle sich nicht mit dem Experiment Leoliner befassen sollte. Die kostengünstigsten Fahrzeuge sind die einsatzstabilsten, daher sollte primär nicht auf den Anschaffungspreis geschaut werden.

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#28 von G-e-o-r-g-V , 18.02.2011 22:39

Nochmal eine Meldung meinserseits: Ich stimme Holgers Ansichten zum Leo voll zu.
Aber den MGT-K sehe ich auch als sehr eng und verbaut(z.B. Sitzabstand im Niederflurbereich) an, auch wenn hier die Spurweite und damit die Drehgestellkästen etwas behindernd wirken.
Die Leipziger Leo-Prototypen 1301 und 1302 soll(t)en umgebaut und damit etwas an die Serie angepasst werden, sie stehen deshalb seit geraumer Zeit still.

Ich bin auch der Meinung, dass der Leo nicht wirklich ausgereift und sehr auf kostengünstige und einfache Produktion ausgelegt ist.

Gruß
Georg

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#29 von Student , 19.02.2011 11:37

Ok über die ganzen Internen Sachen zum Leoliner hatte ich natürlich keine Ahnung, da ich in der Materie nicht so drinne stecke. Meine Überlegungen beruhten nur auf dem subjektiven Empfinden als Fahrgast. Auch ich bin der Meinung, dass die Ära der Tatras (leider) vorbei ist, aber ich persöhnlich finde die MGT-K als Fahrgast grausam. Auch haben diese Fahrzeuge nicht die zuverlässigkeit, die man sich manchmal wünschen würde. Meiner Meinung nach, hätte man auch erst mal schauen müssen, wie man die MGT6D unterstützen kann, da diese auf einigen Linien einfach zu klein sind (3/8, 9/10, teilweise auch 5 und 7). Ich habe letztens von einem Mitarbeiter gehört, dass einige lieber noch ein Mittelstück für den MGT6D gehabt hätte (ka ob das so einfach möglich ist). Naja vll werden bei den neuen MGT-K ein paar Sachen verändert, damit er nicht mehr so schlimm ist, aber ich glaube an den Komfort eines MGT6D wird dieser nicht herankommen.

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RE: Havag bereitet Ausschreibung für neue Straßenbahnen vor

#30 von FTB , 19.02.2011 11:46

Mit den EEF war der MGT6 schon zur Zeit seiner Beschaffung ein Schritt zurück. Denn wirklich besser als ein gewöhnlicher Zweiaxer ist er nicht. EEF war aber damals "Zeitgeist" und galt als innovative Technik. Von daher entschuldbar.
Die MGT-K haben durchgehend Drehgestelle und damit wieder einen guten Fahrkomfort. Es rumpelt und schaukelt nicht mehr, so wie beim Vorgängermodell. Wahrscheinlich musste erst die "Ochsentour" EEF durchgemacht werden, damit sich wieder des guten alten Drehgestells erinnert wurde.
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