RE: Solarstrom für Gleisschmierung

#16 von Hajo , 22.05.2007 09:01

Bevor wir hier weiter über die Funktion der Gleisschmierung rätseln und dies gilt auch als Antwort an Thomas, der Betreiber der Anlage darf uns keine Informationen darüber geben, sodass wir gezwungen sind, uns diese selbst zu erarbeiten und uns der wirklichen Lösung möglichst weit nähern.
Ich möchte mit dem Flies beginnen.
Dies dient zwar zur Abdeckung der mit Fett( (KUB 2 K-20) gefüllten Schläuche und könnte, da waserundurchlässig auch das Eindringen in den Untergrund verhindern, aber ich bin der Überzeugung, dass damit auch verhindert werden soll, dass durch Sonneneinstrahlung das Fett flüssiger wird und seine an die Fahrflanken der Räder anhaftende Wirkung verliert.
Dieses Flies wird neuerdings auch auf die zunehmend abschmelzenden Gletscher im Zugspitzgebiet angewandt, um im Sommer das Eisschmelzen zu verhindern.
Hinzu kommt, dass die Schmierstelle sich noch vor der Kurve befindet und alle darüber fahrenden Räder an 4 Stellen des Umfanges punktförmig mit Fett benetzt werden und die Schmierfunktion erst in der Kurve entfaltet wird. Demnach müßte ja das Fett eher in der Kurve wegspritzen und dort auch Flies ausgelegt werden.
Fortsetzung folgt.
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RE: Solarstrom für Gleisschmierung

#17 von Hajo , 23.05.2007 17:05

Zur weiteren Durchforstung des Schmiersystem habe ich mir die Frage gestellt:
1. Wie kann die im Gerätekasten installierte Kompakt-SPS-Technik erkennen. wann bei der Näherung einer Strassenbahn mit der Schmierung begonnen und wann diese wieder beendet werden muß?
2. Wie wird die Technik z.B. bei Regen außer Funktion gesetzt?
Die erste Frage läßt sich nur durch induktive Näherungsinitiatoren beantworten, die evtl. in einem Sensoranschlusskasten eingebaut sind.
Die zweite Frage läßt sich nur über Regensensoren lösen, die das System beeinflussen.
Das Herzstück der Förderung und Druckerzeugung dürfte eine robuste Zahnradpumpe sein, die sich für die Fettförderung in der Ölhydraulik bewährt hat.
Das Auffüllen des Fettvorrates dürfte durch Einsatz wiederbefüllbarer Mehrwege-Druckspeicher gelöst sein, die in einer Füllstation im Depot vorher gefüllt und vorort mit wenigen Handgriffen getauscht werden können.
Das erforderliche Fördervolumen dürfte über die speicherprogrammierbare Steuerung einstellbar sein, desweiteren sind die relevanten Betriebsparameter eingebbar. Schmierintervalle sowie Anzahl der Schmierimpulse pro Fahrzeug sind bestimmt stufenlos einstellbar.
Da die Schmieranlage am Böllberger Weg sehr weit vom EVH-Stromnetz entfernt liegen, hat man hier auf einen 230 V Anschluss verzichtet, sodass die Energieversorgung des elektonischen Steuersystems einschließlich des Antriebsmotors für die Zahnradpumpe ausschliesslich über die 24 V Solartechnik sowie Wechselbatteriepacks vorgenommen wird.
Auch dürften die Fernüberwachung und Datenübertragung über Mobilfunk erfolgen, sodass Betriebsparameter abgerufen und eingestellt werden können.
So dies wäre es nach meinen Recherchen. Wer noch mehr weiß oder mich korrigieren möchte, sollte dies tun.
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RE: Solarstrom für Gleisschmierung

#18 von Ric , 23.05.2007 17:49

Du hast zwar gesagt, ich soll meine Weisheit für mich behalten, aber ich will mal nicht so sein und gebe doch ein paar Antworten.

Zitat von Hajo

Das Herzstück der Förderung und Druckerzeugung dürfte eine robuste Zahnradpumpe sein, die sich für die Fettförderung in der Ölhydraulik bewährt hat.



Nein.

Zitat

Das Auffüllen des Fettvorrates dürfte durch Einsatz wiederbefüllbarer Mehrwege-Druckspeicher gelöst sein, die in einer Füllstation im Depot vorher gefüllt und vorort mit wenigen Handgriffen getauscht werden können.



Auch nicht ganz richtig, aber fast.

Zitat

Auch dürften die Fernüberwachung und Datenübertragung über Mobilfunk erfolgen, sodass Betriebsparameter abgerufen und eingestellt werden können.



Nein.

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RE: Solarstrom für Gleisschmierung

#19 von Hajo , 23.05.2007 18:36

Danke Ric,
da lag ich ja nicht ganz so weit weg. Wenn keine Zahnradpumpe, dann erfolgt der Druckaufbau und die Fettförderung über den Druck im Fettbehälter ( bis 10 bar) selbst.

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RE: Solarstrom für Gleisschmierung

#20 von marcel , 23.05.2007 22:50

Eine Zahnradpumpe kann keine solch zähen Medien befördern, das kann nur durch eine Kolbenpumpe passieren, oder eben durch Verdrängung generell.

Ich denke mal nicht, dass die Schmierung nun so kompliziert aufgebaut ist, wie du Dir da den Kopf drüber zerbrichst.
Da wird einfach ein bisschen Fett aus nem Behälter an die Schienen befördert, damit die Bahnen in der Kurve nicht so quietschen.

Was spricht denn dagegen, unter der Woche am Tag mehr und in der Nacht gar nicht und am Wochenende weniger zu fördern?
Man weiß doch wieviel Bahnen da lang fahren kann sie entsprechend einstellen. Ebenso verschwindet ja nicht gleich das ganze Fett wenn da das eine oder andere Rad lang kommt, das wird einfach entlang der Schienen verteilt.

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RE: Solarstrom für Gleisschmierung

#21 von Hajo , 24.05.2007 05:31

Maecel schrieb:

Zitat
Eine Zahnradpumpe kann keine solch zähen Medien befördern, das kann nur durch eine Kolbenpumpe passieren


Gerade die modifizierteZahnradpumpe wird vom Hersteller solcher Gleisschmiersysteme favorisiert, weil damit auch Entfernungen bis zu 80 m vom Geräteschrank bis zur Schmierstelle überbrückt werden können. Auch in der Kautschukindustrie kommen sie zum Einsatz.
Die Kolbenpumpen dienen zur Förderung von Flüssigkeiten und Gasen!!!

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RE: Solarstrom für Gleisschmierung

#22 von marcel , 24.05.2007 18:41

Ich weiß zwar dass die Wikipedia nicht alles ist, aber da steht, dass sie hauptsächlich für das fördern für Flüssigkeiten gemacht ist.

Ich frage mich auch, wie das Fett erst mal in die Pumpe gelangen soll, dass fliesst ja nichtvon selbst da rein...

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