Türstörungen beim T4D-C

#1 von 1221-1201-185 , 13.11.2012 22:48

Mir brennt schon seit längerem eine Frage unter den Nägeln, mit der ich mich auf den mittlerweile unzähligen Fahrten im TGZ auf SL 1 und 2 zwischen Silberhöhe und Innenstadt immer wieder konfrontiert sehe.

Vorzugsweise in der Kurt-Tucholsky-Straße (mir ist der Grund dafür nicht bekannt, vielleicht könnte die Topographie der Haltestelle ein Ansatz sein) gibt es öfters Probleme beim Türschließvorgang. Die zweiflügligen Türen mittig oder hinten nähern sich einander bis zum Berührungspunkt an, öffnen dann aber abrupt wieder. Manchmal gibt sich das Problem nach einigen Anläufen von selbst, andere Male muss der Fahrer aber auch die Tür langsam schließen lassen, dann kann die Fahrt fortgesetzt werden.

Hat das vielleicht auch etwas mit dem umöglichen Verhalten einiger Fahrgäste zu tun, unzählige Male vor Einfahrt in eine Haltestelle auf den Türknopf zu hämmern? Sicher tut das der Technik mitnichten gut...


Möglicherweise hat einer der technisch Versierten hier im Forum eine Erklärung für diese Phänomene. Dafür danke ich bereits im Voraus sehr herzlich.

Grüße...

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RE: Türstörungen beim T4D-C

#2 von Fricki , 14.11.2012 15:19

Ich denke nicht, dass dieses von dir beschriebene "draufhämmern" der Fahrgäste auf den Türöffner solche "Schäden" hervorrufen kann. Eigentlich ist das nicht möglich, da durch den Tastendruck ein simpler elektronischer Befehl an den Boardrechner geschickt wird. Dieser sollte einfach nur die Information "Halte/Türöffnungswunsch" speichern. Natürlich nutzt sich ein Knopf mit der Häufigkeit seiner Nutzung ab, aber eine Datenübertragung derart zu stören stufe ich mal als unwahrscheinlich ein.

Die Topografie an jenem welchen Punkt könnte schon interessanter sein. Ich weiß nicht, wie es zB bei Fahrten eines Choppers am Hauptbahnhof C/D aus sieht. Treten dort auch Probleme auf? Wenn, dann sollten sie hier sogar wahrscheinlicher auftreten - diese Steigung an einer Haltestelle ist wahrlich beträchtlich. Was an einer Steigung reinspielen könnte, wäre, dass die Türen nicht optimal ausgerichtet sind / sich dem Gefälle "anpassen". Wenn nun dadurch die Türschutzleisten aufeinander treffen könnte unter Umständen der Druck ausreichen, dass dem Boardrechner gemeldet wird: "Hallo, da ist was zwischen den Türflügeln!" und diese wieder öffnen.

Was verstehst du eigentlich unter "Tür langsam verschließen lassen"?

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RE: Türstörungen beim T4D-C

#3 von 1221-1201-185 , 14.11.2012 16:24

Mit diesem "Tür langsam schließen lassen" meine ich, dass der Fahrer dann diese Tür noch mal separat verschlossen hat. Ist schon eine Weile her, als ich das letztmalig erlebte. Daher bin ich mir Stand heute nicht mehr ganz sicher, ob das vom Cockpit aus gemacht worden ist oder direkt an der betreffenden Tür über Schlüssel (Da möchte ich jetzt nichts falsches behaupten). Jedenfalls schloss die Tür dann wesentlich langsamer als beim normalen Vorgang (die von Dir (Fricki) erwähnten Druckpunkte der Türleisten prallen dann natürlich sanfter aufeinander --> Tür schließt, Fahrt kann fortgesetzt werden)


PS: Am Hauptbahnhof (C und D) ist das auch schon passiert, jedoch wesentlich öfter in der Tucholsky-Straße.

Grüße..

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RE: Türstörungen beim T4D-C

#4 von G-e-o-r-g-V , 14.11.2012 16:27

Also das Problem gibt es nicht nur an der K-Tucholsky-Str., wir mir auf Nachfrage mal gesagt wurde ist die Gleislage schuld. Ist auch an der Haltestelle Frohe Zukunft, Einstiegshaltestelle, zu beobachten. Meist am zweiten Triebwagen kann es aufgrund von leichter Schräglage, durch die Gleislage bedingt, passieren, dass eine Tür nicht richtig schließt, und wahrscheinlich durch den Einklemmschutz wieder geöffnet wird. Meistens funktioniert es bei wiederholten Versuchen von selbst.
Von der Fahrerkabine aus kann man es nur probieren, die Türen nochmal zentral zu öffnen (bzw. Zwangsschließen zurücknehmen). Wenn das nichts hilft dann kann man die Tür noch vor Ort manuell abschließen, so habe ich es am Leunaweg mal am Bw 201 beobachten können.

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RE: Türstörungen beim T4D-C

#5 von Sven Götze , 21.11.2012 09:31

Zitat von G-e-o-r-g-V
Also das Problem gibt es nicht nur an der K-Tucholsky-Str., wir mir auf Nachfrage mal gesagt wurde ist die Gleislage schuld.


Genau so ist es. Die Türen machen bei Schräglage schon immer Probleme, das war vor allem bei der Baumaßnahme in Leuna gut zu beobachten, als die Linie 5 (mit T4D-C) in Merseburg Süd endete. Auf Höhe des Bhf. Merseburg kam es stadtwärts immer zu diesem Problem, sobald die Fahrzeuge eine gewisse Neigung erreicht haben.

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RE: Türstörungen beim T4D-C

#6 von tramfan85 , 11.04.2013 03:31

Das Problem mit den Türen ist einfach erklärt

Automatische Türen müssen einen Einklemmschutz haben. Wie man diesen Realisiert, dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten. Lichtschranken; Bewegungsmelder usw. es gibt auch Systeme die mit Luftdruck arbeiten.

Bei Türen die elektrisch geschlossen werden funktioniert dies etwas anders, ähnlich wie bei Fensterhebern am Auto. Steckt man die Hand dazwischen kann es entweder sehr weh tun, oder die Scheibe geht wieder nach unten.

Wie wird das gemacht...
Die Fensterscheibe wird von einem Elektromotor Betrieben dieser hat eine Stromaufnahme. Kommt jetzt ein Gegenstand dazwischen wird der Motor gebremst, er muss also mehr kraft aufwenden um die Scheibe nach oben zu bewegen. Der Motor muss dazu einen höheren Strom aufnehmen. Eine Elektronik registriert dies und stopt das Fenster.

Gleiches gilt für die Tür der Straßenbahn, kommt ein Gegenstand zwischen die Tür bleibt Sie stehen, weil der Strom im antriebsmotor zu hoch wird.

Jetzt zum Problem mit dem Berg und der Schräglage.
Wenn der Wagen schief steht muss der Türmotor mehr Kraft aufwenden um die Tür zu schließen, wird die kraft dabei so groß das die Tür denkt da will noch einer rein oder raus dann schaltet sie auf stur und geht einfach wieder auf. Übrigens wenn eine Tür schwergänig auf und zu geht weil das Fett alle war, kann das im schlimsten fall auch zu sowas kommen.

Das hat alles was mit Sicherheit zu tun.

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RE: Türstörungen beim T4D-C

#7 von mgtk , 17.04.2013 13:33

Mir hat mal Bekannter,der bei der HAVAG arbeitet erzählt,dass das nur bei den modernisierten Tatras auftritt,weil dieAussenschwenktüren statt Aussenschwenk-Schiebetüren haben.

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