MGT6D 500/501, induktive Weichensteuerung

#1 von Matthias Pietschmann , 27.07.2006 16:56

Hallo,

hier noch ein interessanter Beitrag aus dem alten Forum :

geschrieben von Dany am 26. Mai 2006 :

Kann mir jemand sagen, ob die beiden Proto´s 500und501 miteinander Doppeltraktion fahren können???
Und können beide jeweils mit einem Serienwagen 601-660 Traktion fahren?
Danke


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RE: MGT6D 500/501, induktive Weichensteuerung

#2 von Matthias Pietschmann , 27.07.2006 16:58

geschrieben von Christoph am 26. Mai 2006 :

Ich bin mir nicht 100% Sicher aber ich glaub das die Proto keine "Normalen" Kupplungen mehr haben. Nur diese wie ich immer sage hilfskupplungen.
Die Serien Wagen haben ja auch nich alle eine "Normale" Kupplung...
Also währe das nicht möglich aber wie gesagt bin mir nicht 100% sicher....


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RE: MGT6D 500/501, induktive Weichensteuerung

#3 von Matthias Pietschmann , 27.07.2006 16:59

geschrieben von mir am 26. Mai 2006 :

Hallo,

500 und 501 waren mit Kupplungen ausgerüstet.Planmäßig sind die beiden Wagen nie in Traktion zum
Einsatz gekommen.Allerdings
gab es mal eine Sonderfahrt
mit 500-501.Zu diesem Zeitpunkt
hatten übrigens beide Wagen noch zwei Stromabnehmer.Sah sehr ungewöhnlich aus. Wenn ich Bilder
davon finde, kann ich diese bei Bedarf online stellen.
Ein Betrieb zwischen Prototypen
und Serienwagen war nicht möglich.
Inzwischen haben die Prototypen keine Kupplungen mehr.

Gruß

Matthias


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RE: MGT6D 500/501, induktive Weichensteuerung

#4 von Matthias Pietschmann , 27.07.2006 16:59

geschrieben von Jens am 26. Mai 2006 :

Warum hatten die zwei Stromabnehmer, wegen der Weichen?
Hat man danach nicht einen Stromabnehmer entfernt, so dass die Bahn nur Einen vorn hatte, bevor man Ihn zur Mitte verlegt hatt.


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RE: MGT6D 500/501, induktive Weichensteuerung

#5 von Matthias Pietschmann , 27.07.2006 17:01

geschrieben von truestepper am 26. Mai 2006 :

Das war wenn dann aber nur kurzzeitig. Aber warum man den zweiten abgenommen hatte, würde mich auch mal interessieren.


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RE: MGT6D 500/501, induktive Weichensteuerung

#6 von Matthias Pietschmann , 27.07.2006 17:01

geschrieben von CB am 26. Mai 2006 :

>Das war wenn dann aber nur kurzzeitig. Aber warum man den zweiten abgenommen hatte, würde mich auch mal
> interessieren.

Die Frage ist ja: wozu braucht man bei Straßenbahnwagen zwei Stromabnehmer?

Die Bochumer Wagen, die ja (weitgehend) baugleich den Hallenser Prototypen sind, fuhren von Anfang an nur mit einem Mittelstromabnehmer. Auch bei den bis dahin in Bochum fahrenden M6 wurde der zweite Stromabnehmer irgendwann mal entfernt, so dass sie eben je nach Fahrtrichtung mal vorne, mal hinten am Draht hingen.

Ich könnte mir vorstellen, dass es zum Zeitpunkt der Einführung in Halle noch alte Oberleitungs-Weichenkontakte gab und daher ein Pantograph möglichst vorne am Wagen gehoben sein musste, damit der Wagen nicht schon fast auf der zu schaltenden Weiche steht, wenn der Kontakt ausgelöst wird.

CB


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RE: MGT6D 500/501, induktive Weichensteuerung

#7 von Matthias Pietschmann , 27.07.2006 17:02

geschrieben von Marko am 27. Mai 2006 :

Genau - der 2. Stromabnehmer war wohl nur ein Dummy, d.h. keine Stromabnahme (das Gleiche bei den ZT4D 901+902) und nur fuer die Weichensteuerung zustaendig !


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RE: MGT6D 500/501, induktive Weichensteuerung

#8 von Matthias Pietschmann , 27.07.2006 17:03

geschrieben von FTB am 27. Mai 2006 :

Halle hatte doch eigentlich (als einzige Stadt der DDR?) induktive Weichensteuerung, anders als z.B. Leipzig.
Da kann das nicht relevant gewesen sein.
FTB


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RE: MGT6D 500/501, induktive Weichensteuerung

#9 von Matthias Pietschmann , 27.07.2006 17:04

geschrieben von Marcel am 27. Mai 2006 :

> Ich könnte mir vorstellen, dass es zum Zeitpunkt der Einführung in Halle noch alte
> Oberleitungs-Weichenkontakte gab und daher ein Pantograph möglichst vorne am Wagen gehoben sein
> musste, damit der Wagen nicht schon fast auf der zu schaltenden Weiche steht, wenn der Kontakt
> ausgelöst wird.

Kannst du das vielleicht mal genauer erklären, wie das funktioniert haben soll?
Zumindest bin ist das sicher nicht so etwas, wie es die Wikipedia erklärt?


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RE: MGT6D 500/501, induktive Weichensteuerung

#10 von Matthias Pietschmann , 27.07.2006 17:05

geschrieben von truestepper am 27. Mai 2006 :

> Zumindest bin ist das sicher nicht so etwas, wie es die Wikipedia erklärt?

Wie jetzt? Man kann auch sein Posting mal auf Fehler überprüfen, bevor man es abschickt.


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RE: MGT6D 500/501, induktive Weichensteuerung

#11 von Matthias Pietschmann , 27.07.2006 17:06

geschrieben von Marcel am 27. Mai 2006 :

Wie jetzt? Man kann auch sein Posting mal auf Fehler überprüfen, bevor man es abschickt.
>

Jo, sorry.
Natürlich muss das "bin" in dem Satz entfallen.


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RE: MGT6D 500/501, induktive Weichensteuerung

#12 von Matthias Pietschmann , 27.07.2006 17:07

geschrieben von CB am 27. Mai 2006 :

> > Oberleitungs-Weichenkontakte gab und daher ein Pantograph möglichst vorne am Wagen gehoben
> sein
> Kannst du das vielleicht mal genauer erklären, wie das funktioniert haben soll?
> Zumindest bin ist das sicher nicht so etwas, wie es die Wikipedia erklärt?

Pantograph = andere Bezeichnung für Stromabnehmer, eher im Eisenbahnbereich geläufig.

Das Prinzip sollte klar sein, oder? Wenn der Kontakt 15-20 m vor der Weich ist und der Stromabnehmer fast mittig auf dem 30 m-Zug (also beim MGT6D so bei 18 m) sitzt, könnte es sein, dass die Weiche erst unter dem darüberfahrenden Wagen umschaltet = Crash. Sitzt der Abnehmer, der den Kontakt schaltet, bei 3 m (=über dem ersten Drehgestell) hat die Weiche genug Zeit zum Umschalten.

Ob das in Halle Anfang der 90er noch von Bedeutung war weiss ich nicht, wäre aber die einzig mir jetzt einfallende Erklärung für die Auslieferung mit 2 Pantographen. Die Bochumer Wagen bekamen zur selben Zeit (Anfang der 90er) nämlich nur einen in der Mitte aufgesetzt und Bochum hatte da keine Oberleitungskontakte für Weichen.

CB


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RE: MGT6D 500/501, induktive Weichensteuerung

#13 von Matthias Pietschmann , 27.07.2006 17:08

geschrieben von FTB am 27. Mai 2006 :

Mir ist jetzt nicht klar, warum ihr darauf besteht, daß damals die Weichen durch den Stromabnehmer gestellt wurden.
Rechts vorn unter dem Triebwagen war eine etwa 10 cm lange Induktionsspule, die einen Weichenkontakt angesteuert hat. Als noch die DDR-Betriebe überall mit Strom an/aus über Fahrleitungskontakte die Weichen gestellt hatten (wenn nicht sogar wie anno duz mit Weicheneisen), war Halle (wie meistens) um Jahrzehnte voraus und hat das mit dieser Art technischer Lösung bewerkstelligt.
FTB


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RE: MGT6D 500/501, induktive Weichensteuerung

#14 von Matthias Pietschmann , 27.07.2006 17:08

geschrieben von CB am 27. Mai 2006 :

> Mir ist jetzt nicht klar, warum ihr darauf besteht, daß damals die Weichen durch den Stromabnehmer
> gestellt wurden.

Ich habe es lediglich als Erklärungsmöglichkeit für den Umstand herangezogen, dass Halle im Gegensatz zu den zeitgleich gefertigten Bochumer Wagen den 500 und den 501 mit 2 Pantographen bekommen hat, ohne dass irgendeine technische Notwendigkeit dafür bestand. Welche Erklärung hast Du denn dafür vorzuschlagen?

CB


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RE: MGT6D 500/501, induktive Weichensteuerung

#15 von Matthias Pietschmann , 27.07.2006 17:09

geschrieben von FTB am 28. Mai 2006 :

> Welche Erklärung hast Du
> denn dafür vorzuschlagen?

Die, die diese Frage beantworten könnten, lesen hier sicher mit und werden bei diesem Thread um ein Schmunzeln nicht herumkommen
Egal, ich habe keine Antwort darauf...
FTB


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