T4D

#1 von firechefman01 , 27.01.2010 20:51

Hallo, Forumsteilnehmer
eine Frage brennt mir schon seit einiger Zeit im Mark und ich denke, da können mir die Freunde aus Leipzig bestimmt auf die Sprünge helfen.
Warum fahren die T4D in Leipzig, egal ob Traktion oder Großzug mit einem Bügel am führenden Fahrzeug, hier in Halle mit beiden Tf. Alle anderen Traktionen, ob Leoliner oder wie sie da heißen, fahren mit beiden Bügeln. Das würde mich mal interessieren, daher im Technikforum.
Danke für die Antwort(en).
MFG Cliff

firechefman01  
firechefman01
Besucher
Beiträge: 324
Registriert am: 08.10.2006


RE: T4D

#2 von G-e-o-r-g-V , 27.01.2010 21:04

Wenn die hinteren Wagen abgebügelt sind, besitzen die Wagen stromübertragende Kupplungen.

G-e-o-r-g-V  
G-e-o-r-g-V
Beiträge: 1.835
Registriert am: 19.01.2008


RE: T4D

#3 von firechefman01 , 27.01.2010 21:10

Jo, das ist mir ja klar, aber haben wir dann in Halle oder die Neufahrzeuge in Leipzig dieses nicht?

firechefman01  
firechefman01
Besucher
Beiträge: 324
Registriert am: 08.10.2006


RE: T4D

#4 von MD 612 , 27.01.2010 22:18

Die elektrisch gestellten Weichen wurden in früheren Zeiten über Fahrleitungskontakte gesteuert. Die zugehörigen Steuerungen waren historisch bedingt nur für den Betrieb mit einem Bügel je Wagenzug ausgelegt. Die Tatra-Wagen waren die ersten Wagen in der DDR, die in Doppeltraktion gefahren werden konnten. Und die waren werksseitig nicht mit einer Starkstromkupplung ausgerüstet, sodass im Originalzustand bei jedem Wagen im Zugverband der Stromabnehmer angelegt sein musste. Also mussten sich die Verkehrsbetriebe was einfallen lassen. In Dresden wurden die Weichensteuerungen für den Betrieb mit zwei Bügeln mit zusätzlichen Kontakten nachgerüstet, Halle entschied sich für die Umrüstung auf die unabhängig von Fahrleitungskontakten arbeitende induktive Weichensteuerung. Und Leipzig beließ die Weichensteuerung wie sie war und rüstete dafür die Wagen mit zusätzlichen Starkstromkontakten an der Schaku aus. So blieb hier der Bügel auf dem zweiten Wagen im Zug unten.

Mitte der 90er wurden dann wie fast überall im Ostland neue, über Induktionsschleifen gesteuerte Weichensteuerungen verbaut, denen Anzahl und Lage der Stromabnehmer volkommen egal sind. Die Starkstromkupplung in den Leipziger Tatra-Wagen bleib aber erhalten. Bei den neuen Leolinern wurde sie jedoch weggelassen, um die nicht genutzten Kupplungen am Anfang und Ende des Zuges einklappen zu können. Deshalb fahren diese Wagen mit beiden angelegten Stromabnehmern.

Gruß Peter

MD 612  
MD 612
Beiträge: 103
Registriert am: 09.12.2008


RE: T4D

#5 von TatraFreak , 28.01.2010 06:29

Naja, nicht ganz. Die beiden Proto-Leos haben noch die Starkstromkupplungen, aber nach der TAB dürfen solche Kupplungen nicht mehr bzw. nicht klappbar ausgeführt sein.

TatraFreak  
TatraFreak
Besucher
Beiträge: 37
Registriert am: 15.10.2009


RE: T4D

#6 von Ricardo , 28.01.2010 15:44

Hier vielleicht mal ein zum Thema passender Link.

Ricardo  
Ricardo
Beiträge: 279
Registriert am: 04.01.2009


RE: T4D

#7 von firechefman01 , 28.01.2010 21:07

Danke euch für die ausführlichen Informationen.
Hat mich wieder mal ein Schritt weiter gebracht; ihr wisst ja, man lernt nie aus.
LG Cliff

firechefman01  
firechefman01
Besucher
Beiträge: 324
Registriert am: 08.10.2006


   

Gestatten mein Name ist Hedwig
Türautomatik

Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen | ©Xobor.de