Einklemmschutz bei Türen

#1 von marcel , 20.12.2007 23:06

Hallo,

wie ist denn das eigentlich bei den Türen der Straßenbahnen, wenn die nur noch wenige Zentimeter zu schließen haben, also wenn zum Beispiel die MGTx schon beim heranschwenken der Türen sind, kann man da auch noch die (senkrechte) Hand dazwischen stecken, ohne dass was passiert, oder drückt die dann schon kräftig zu?

Wills nicht unbedingt ausprobieren, sondern eher theoretisch wissen und dann evtl. im Notfall anwenden.

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RE: Einklemmschutz bei Türen

#2 von t4d-commander , 22.05.2008 18:22

Da passiert überhaupt nichts.Das ist der sogenannte Kantenschutz und der mechanische Ausrastschutz,der dafür da ist,um eben solche Situationen wie du gerade beschrieben hast zu vermeiden.Solltest du mal in der Tür stehen und die geht garade zu,wird sie dich nicht einklemmen,sondern rastet oben in der Mechanik aus und geht wieder auf.Mehr passiert nicht.Alles im Sinne des Fahrgastes.

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RE: Einklemmschutz bei Türen

#3 von Uwe67 , 25.05.2008 15:00

Zitat von t4d-commander
Da passiert überhaupt nichts.Das ist der sogenannte Kantenschutz und der mechanische Ausrastschutz,der dafür da ist,um eben solche Situationen wie du gerade beschrieben hast zu vermeiden.Solltest du mal in der Tür stehen und die geht garade zu,wird sie dich nicht einklemmen,sondern rastet oben in der Mechanik aus und geht wieder auf.Mehr passiert nicht.Alles im Sinne des Fahrgastes.



Da muss ich mal wieder Oma Meyer zitieren, die beim T4C bzw. B4C die Stufen kaum hochkommt und loszetert, wenn sich die Tür schliesst. "Kann denn der doofe Fahrer nicht warten bzw. sieht der Ochse das nicht?" (Sorry an unsere Fahrer, aber so etwas hört man ja öfters).

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RE: Einklemmschutz bei Türen

#4 von Michael , 19.08.2008 11:15

Ich will diese Meldung mal zum Anlaß nehmen, dieses Thema aufzuwärmen.

Sicher ist es so, daß viele Leute einfach zu schreckhaft sind. Um ehrlich zu sein, kann ich mir auch gar nicht vorstellen, daß man sich an einer sich schließenden Straßenbahntür die Schulter verletzen kann. Daß die Frau durch die sich schließende Tür so sehr erschreckt wurde, daß sie stürzte und sich dabei die Schulterverletzung zuzog, erscheint mir da schon plausibler.

Worum es mir aber eigentlich geht: Auch wenn von offizieller Seite immer behauptet wird, daß die Türen sich frühestens 3 Sekunden, nachdem niemand mehr im Türbereich registriert wurde, schließen und die Fahrer darauf keinen Einfluß haben, habe ich doch den Eindruck, daß zumindest einigen Fahrern Mittel und Wege bekannt sein müssen, das Ganze zu umgehen. Oder wie kann man es sonst erklären, daß die "Schutzzeit" bis zum Schließen der Tür mitunter deutlich kürzer als 3 Sekunden ist?

Ohne unterstellen zu wollen, daß das im aktuellen Fall der Auslöser des Unfalls war, frage ich mich, warum niemand anspricht, daß der Fahrer das Öffnen und Schließen der Türen sehr wohl erzwingen kann, selbst dann, wenn noch jemand im Türbereich steht! Einige Fahrer machen von dieser Möglichkeit offensichtlich Gebrauch, um Verspätungen aufzuholen oder aber, um die Türen schneller schließen zu können, um so noch die aktuelle Grünphase bei der Ausfahrt aus der Haltestelle nutzen zu können.

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RE: Einklemmschutz bei Türen

#5 von schaffner53 , 22.08.2008 21:10

Entgegen anders lautenden Ansichten glaube ich, dass

1. die Sensorik der Türen sehr wohl 'fahrgastfeundlich' ist,

2. eine Weiterfahjt nur möglich ist, wenn eine Rückmeldung erfolgt, dass alle Türen gechlossen sind,

3. die Problematik für ältere/behinderte Fahrgäste darin liegt, dass die unbequemen Stufen der
Tatra-Züge zur Verunsicherung und Fehlreaktionen beitragen,

4. anzumerken ist, dass insbesondere das schnelle - und heftige - Schließen der Türen bei den
Wagen 500 und 501 eine Zumutung ist

Den Fahrerinnen/Fahrern daraus einen Vorwurf zu machen, ist fehl am Platze.

Was die heutige Verlautbarung der HAVAG in der MZ anbelangt, vermehrt auf die Funktion der
'Kinderwagentaste' hinweisen zu wollen, ist das zwar zu begrüßen und technisch durchaus gerechtfertigt.

Wer bringt aber mal mit der Erziehung ihres Nachwuchses offensichtlich überforderten Eltern (und Großeltern!)
bei, ihre Kleinkinder von dem Drang abzuhalten, ständig eben diese zu drücken und so die Weiterfahrt zu verzögern?

Die 'Kinderwagentasten' gehören nicht in den Zugangsbereich von unerzogenen Kleinen, die lauthals
und oft hysterisch schreiend auf ihrem Willen bestehend forden:
ICH WILL ABER DRÜCKEN.

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RE: Einklemmschutz bei Türen

#6 von Raik , 23.08.2008 23:18

Es ist in der Tat so, dass beim Betätigen des Kinderwagen- Tasters die Türschließautomatik außer Kraft gesetzt wird, der Fahrer ein Signal erhält und es zurück setzen muss. Insofern ist für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste immer sinnvoll, diesen zu nutzen. Leider ist das nicht so bekannt. Die KIWA- Taster sind dort, wo sie auch von Rollstuhlfahren erreicht werden können. Das finde ich sinnvoll... und ein Kind sollte schon seine Umwelt erkunden dürfen.

Die Fahrer können natürlich auf das Öffnen und Schließen der Türen Einfluss nehmen, nicht aber auf die Sicherheitskreise der Türen. Wenn sich jemand im Erfassungsbereich der Sensoren befindet, wird sich die Tür nicht schließen und wenn sich die Tür im Schließvorgang befindet und trotzdem auf einen Widerstand stößt, so öffnet sie zwangsläufig wieder.

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RE: Einklemmschutz bei Türen

#7 von marcel , 24.08.2008 19:39

Soweit ich das mitbekommen habe, gibt es für den Fahrer drei Schaltstellungen zu wählen: Auf, Zu und Automatik
(beim MTG-K, kann auch noch die erste Tür alleine freigegeben werden).

Wird der Schalter auf Auf gestellt, so öffnen sich alle Türen nach dem das Fz. zum stehen gekommen ist.
Bei Automatik öffnen sich diese nur, wenn diese vom Fahrgast geöffnet werden und schließen sich nach einer gewissen Zeit (wahrscheinlich die genannten 3 Sek.) , wenn keiner mehr von der Lichtschranke erfasst wird.
Wenn die Tür mit dem Taster für Kinderwagen geöffnet wurde, bleibt diese Tür auch dauerhaft offen.
Wird der Schalter auf Zu gestellt, dann werden die Lichtschranken nicht mehr abgefragt und die Türen geschlossen, lediglich der Einklemmschutz greift immer. Ohne diese Umgehung würde man bei einer randvollen Bahn die Türen auch nie geschlossen bekommen.
Dies führt dann auch dazu, dass sich die Türen sehr schnell wieder schließen können, obwohl gerade erst jemand rein/raus ist.

Nur mal so am Rande bemerkt, da ich gerade in München war:
Die älteren U-Bahnen mit pneumatischen (Luftdruck) Antrieb haben keinen solchen Einklemmschutz, wenn der Fahrer die zumacht, lassen die nicht wieder locker, auch wenn jmd. dazwischen hängt. Man wird da zwar auch nicht zerquetscht (ausser man hat vielleicht den Hals dazwischen), aber los kommt man da auch nicht mehr .. bis der Fahrer die Tür wieder öffnet, oder andere Fahrgäste mit an der Tür zerren.

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RE: Einklemmschutz bei Türen

#8 von MGT6D 631 , 24.08.2008 20:24

Hallo,

mal eine kleine Ergänzung von mir.

Zitat von marcel
Soweit ich das mitbekommen habe, gibt es für den Fahrer drei Schaltstellungen zu wählen: Auf, Zu und Automatik
(beim MTG-K, kann auch noch die erste Tür alleine freigegeben werden).



Wenn ich richtig liege, kann man beim Chopper die erste Tür auch alleine freigeben.

Gruß

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RE: Einklemmschutz bei Türen

#9 von Saalekreiser , 24.08.2008 20:54

So muss es auch sein, da der Fahrer sonst nicht das Fahrzeug verlassen kann.

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RE: Einklemmschutz bei Türen

#10 von AndreasMartin , 24.08.2008 21:51

Und wie ist es dann bei 500 u. 501 mit den aussteigen des Fahrers?

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RE: Einklemmschutz bei Türen

#11 von FrankB , 25.08.2008 19:51

Die dürfen die rückwärtige Tür benutzen und schön die Fahrgäste grüßen - deshalb sind die zwei Dinger auch so unheimlich „beliebt“ beim Fahrpersonal...


Gruß

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RE: Einklemmschutz bei Türen

#12 von marcel , 25.08.2008 22:41

Ich kann da momentan auch gar nicht die Diskussion im halleforum verstehen. Wo die Rede davon ist, dass Kinderwagen ne halbe Minute eingeklemmt waren oder die Bahn mit eingeklemmter Aktentasche losgefahren sein soll .. kann mir gar nicht vorstellen, wie das gegangen sein soll, sofern kein techn. Defekt vorlag.
Aber selbst wenn, ich würde mal darauf tippen, dass selbst die Antriebe der Motoren so ausgelegt sind, dass sie nicht die Kraft aufbringen könnten, jmd. ernsthaft zu verletzten.

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RE: Einklemmschutz bei Türen

#13 von Michael , 25.08.2008 23:09

Zitat von marcel
Wird der Schalter auf Zu gestellt, dann werden die Lichtschranken nicht mehr abgefragt und die Türen geschlossen, lediglich der Einklemmschutz greift immer.

Danke. Das ist genau der Mechanismus, den ich meinte, der von manchen Fahrern durchaus auch mal zum Zeitaufholen genutzt wird, ob das nun gut ist oder nicht...

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