Fahrschulwagen 985

#1 von HALLUNKE90 , 26.01.2013 13:44

Hallo Forengemeinde,

habe beim google´n ein paar Bilder vom Fahrschulwagen 985 gesehen und mich gefragt welche Unterschiede es zu einem "normalen" Tatra gibt..

Vor allem frage ich mich warum die mittlere Tür verschlossen ist?

Und wieso gibt es die Regenrinnen (Fallrohre)?

Vllt. kann mir da einer weiter helfen.

Danke an alle!

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RE: Fahrschulwagen 985

#2 von matze , 26.01.2013 15:15

Zitat von HALLUNKE90
Vor allem frage ich mich warum die mittlere Tür verschlossen ist?



Vielleicht weil sie garnicht benötigt wird bzw. weil sie überflüssig ist. Die Atw 034 und 035 haben auch keine mittlere Tür mehr, Atw 033 fuhr als Atw auch nur noch zweitürig.

 
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RE: Fahrschulwagen 985

#3 von G-e-o-r-g-V , 26.01.2013 20:38

Tw 985 hat ein Pult für den Fahrlehrer, mit dem dieser Störungen simulieren konnte, zu welchen der Anwärter dann eine Lösung bzw. die weitere Verfahrensweise kennen sollte.
Daher besitzt auch Tür 1 nur noch zwei Türflügel.

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RE: Fahrschulwagen 985

#4 von Günter , 30.01.2013 08:04

Wird auf dem Fahrschulwagen 985 noch ausgebildet?

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RE: Fahrschulwagen 985

#5 von G-e-o-r-g-V , 30.01.2013 09:17

Selten, mittlerweile haben Fahrer sogar nur noch Ausbildung auf Niederflurzügen erhalten.

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RE: Fahrschulwagen 985

#6 von Sven Götze , 30.01.2013 09:53

Dafür wurde die 985 aber in der Vergangenheit z.B. für Spurfahrten im Winter eingesetzt.

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RE: Fahrschulwagen 985

#7 von funkenkutsche , 03.02.2013 11:54

Zitat von Sven Götze
Dafür wurde die 985 aber in der Vergangenheit z.B. für Spurfahrten im Winter eingesetzt.

Wirklich Bisher wurde der Tw für solche Sachen eher geschont

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RE: Fahrschulwagen 985

#8 von heimkehrer , 08.02.2013 12:40

Die Regenrinnen bei "normalen" Triebwagen hinterlassen speziell im vorderen Bereich des Wagens unschöne
Spuren aus viel Schmutz und Abrieb der Schleifkohle. Da Straßenbahnen nicht so häufig gewaschen und noch
seltener lackiert werden, kam mir damals die Idee. Ursprünglich sollten die Rohre innerhalb des Wagenkastens geführt
werden, was sich aber als zu aufwendig erwies. Deshalb die Variante, so wie sie jetzt existiert und sich bewährt hat.
Die mittlere Tür ist für Ausbildungsfahrten echt überflüssig. Gleichzeitig kommt weniger "Zugluft" ins Innere und letztendlich hat man noch zusätzliche Heizkörper installiert und eine Ablage geschaffen.
So ein Ausbildungstag geht immerhin über 8 Stunden und die Insassen sind ständig anwesend.
Der Durchschnittsfahrgast fährt kaum länger als 30 Minuten. Früher sprach man da von Verbesserung der Arbeits-
und Lebensbedingungen.... Auch deshalb wurden u.a. die Sitze gepolstert.
Erwähnenswert ist auch noch, daß die 985 über 2 Funkgeräte verfügt, einmal das für die Linienfahrzeuge, zweitens ist ein Gerät für die Hilfsfahrzeuge und Arbeitswagen an Bord, so daß man auch über Störungen und Umleitungen schnell informiert ist und nicht unnötig in gesperrte Bereich fährt, weil noch keine Umleitungen angewiesen wurden.

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RE: Fahrschulwagen 985

#9 von Sven Götze , 12.02.2013 09:38

Zitat von heimkehrer
Die Regenrinnen bei "normalen" Triebwagen hinterlassen speziell im vorderen Bereich des Wagens unschöne
Spuren aus viel Schmutz und Abrieb der Schleifkohle. Da Straßenbahnen nicht so häufig gewaschen und noch
seltener lackiert werden, kam mir damals die Idee. Ursprünglich sollten die Rohre innerhalb des Wagenkastens geführt
werden, was sich aber als zu aufwendig erwies. Deshalb die Variante, so wie sie jetzt existiert und sich bewährt hat.


Welche Idee?

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RE: Fahrschulwagen 985

#10 von firechefman01 , 12.02.2013 20:54

Zu den Funkgeräten stellt sich hier mir eine Frage auf: Wieso hat dieses Fahrzeug zwei davon?, Die Begründung dafür kann ich nicht verstehen. Es kann sein (und ist vielleicht auch Realität), dass der Funkverkehr im Linienverkehr sowie der Betriebshofverkehr, damit schliesse ich Hilfs- und Arbeitswagen mit ein, auf getrennten Kanälen (nicht Frequenzen, wie irrtümlich angenommen wird), durchgeführt wird. Ansprechpartner im Funkverkehr ist immer eine Leitstelle. Diese hat auch den Funkverkehr untereinander zu regeln.
Also müsste diese LST dann, wenn erforderlich, einen Kanalwechsel auf den Kanal der Arbeitsdienste anordnen.
Gut, wenn die HAVAG das Fahrzeug so ausgestattet hat, dann soll es so sein; wäre ja dann, im übertragenen Sinn für die BOS, eine mobile Leitstelle. Hochachtung."Ironie an: jetzt noch BOS-Funk beantragen, natürlich digital, ein blaues Rundumlicht vorne und hinten,
Fahrschule mit nem Magnetaufsetzer "Unfallhillfsfahrzeug" verdeckt, schon hat die HAVAG einen neuen Hilfswagen; leider nur schienengebunden.Ironie aus".
LVB und MVB machen es ja eigentlich vor, nur wirklich auf der Strasse.

LG Cliff
(der vom Funk einiges versteht,speziell BOS)

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RE: Fahrschulwagen 985

#11 von Steffen , 13.02.2013 00:22

Die mittlere fehlende Tür ist, soweit mir bekannt ist, mal bei einer Unfallinstandsetzung/HU Mitte der 1990er Jahre (damals noch unter der Atw-Nr. 091) weggefallen.

mfG Steffen

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RE: Fahrschulwagen 985

#12 von Zonendödel , 23.02.2013 02:41

Da ist der Firechefman aber ein bissel auf dem Holzweg.

Natürlich ist im Analogfunk, wie der bei der HAVAG heutzutage noch gewirkt wird, jeder Kanal gleich eine andere Frequenz. Geht beispielsweise bei obiger bei 148,xxx los über 152,xxx 153,xxx bis hin zu 170,xxx MHz. und benutzt zum Ansprechen der einzelnen Empfänger entsprechende Tonrufverfahren.
Die einzige Besonderheit ist bei der HAVAG, daß man im Zuge des RBL II die einst separaten Frequenzen für Bahn und Bus nunmehr in den Bordrechnern und Funkgeräten der Fahrzeuge quasi zusammengeschaltet hat und die Funkgeräte der Fahrzeuge auf der jeweils freien Frequenz funken, das machen die Co-Piloten der Fahrzeuge und das Funkgerät der Leitstelle unter sich aus. Dazu kommt noch der Datenfunk...

Die Leitstelle ist der Ansprechpartner, soweit richtig.

Allerdings ist mit den fest installierten Funkgeräten in den Fahrzeugen kein Frequenz (Kanalwechsel) möglich, mit Ausnahme des Umschaltens der Fahrzeuge bei Einfahrt in die Betriebshöfe. Somit wäre mit dem Standart Modul am INIT Bordrechner keinerlei Möglichkeit für den Fahrschulwagen 985, sich in den Funkkreis der Hilfsfahrzeuge einzuschalten, gegeben. Sowas sehen diese Geräte nicht vor.
Was , wenn dieses Fahrzeug im Sinne von Spurfahren und Schneeräumung eingesetzt wird, man erinnere sich an den Winter vor 2 Jahren beispielsweise, recht ungünstig ist, wie die Fahrer der 931 sicher bestätigen konnten, die hatten meines Wissens eine Handquatsche für diese Frequenz der Hilfsfahrzeuge dabei.

Wenn man sich eins der Fahrzeuge der Strecken-Verkehrsmeister anschaut, die die Unfälle aufnehmen, dann kann man dort entsprechend auch 2 Geräte fest eingebaut erkennen.

Das ist im Übrigen bei den BOS im alten analogen Verfahren genau das Gleiche, ich meine Kanal = Frequenz, anderer KAnal = andere Frequenz. Ein Blick in den Bandplan reicht da.Sinnigerweise gibts da noch technische Kniffe wie Ober und Unterband, Ablage, Relaisbetrieb etc.pp. Fachchinesisch für den "Otto-Normal Forums Leser".

Wenn Du es nicht glaubst, nimm einen Frequenzzähler und stell den neben die Antenne, wenn Du in der Feuerwehr auf dem dafür vorgesehenen 4m Kanal in Halle sendest.Dann schalt mal um und schau Dir die Anzeige beispielsweise auf dem der Rettung an....(ICh nenne mit Absicht keine genauen Frequenzen oder Kanalnummern)
Diese Geräte in den BOS Fahrzeugen lassen sich ja schalten.

Man merke sich also, im Analogfunk hat man generell mit einem Kanalwechsel auch einen Frequenzwechsel vorgenommen. Wie beim stinknormalen UKW Radio auch.

Anders siehts im Digitalfunk aus. TETRA ist da ja aktuell groß im Kommen.
Da kommen andere Prinzipien der Signalverarbeitung über ein Bündel Frequenzen zur Anwendung. Vereinfacht erklärt, es werden digitale Datenpakete über ein Bündel Frequenzen gesendet und im entsprechenden zielgerichtet angesprochenen Empfangsgerät oder Empfangskreis wieder zusammengesetzt.

Derart Bündelfunk gibts aber aktuell bei der Havag noch nicht, TETRA soll zwar irgendwann mal kommen. Die Ausschreibung war ja für jeden im Netz zu sehen. Aber wann genau das Läuft, weiß nur der Geier. Immerhin murkst man beim BOS bereits seit 15 Jahren herum!
2006 sollte der Umstieg eigentlich zu 100% vollzogen sein.

Bei der Feuerwehr wie auch der Polizei , also bei den BOS ist das entsprechende Pendant bereits in Teilbereichen im Einsatz. Oft gescholten, oft über den grünen Klee gelobt...auf jeden Fall aber mit bisher schon 7 Jahren Verspätung bei der Einführung nunmehr seit einigen Jahren dazu zudem von einem eigens geschaffenen Amt, dem Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS) betreut. Immerhin, die Handquatschen scheinen jetzt halbwegs zu funktionieren...mal sehen, wann alle Fahrzeuge damit ausgerüstet sind.DEr Analogfunk wird zwangsläufig aber bleiben müssen, schon aus Gründen der Notfunkanforderungen, wo der Digitalfunk in keinster Weise mit der Ausfallsicherheit eines Analognetzes mithalten kann. Dazu kommen ja endlos viele Fahrzeuge auf Halde, THW, Katastrophenschutz...die ollen Magirus wird man garantiert nicht alle auf das Digitalsystem umrüsten.

Jedes System hat vor und Nachteile, Analoge Systeme funktionieren notfalls im Direktbetrieb mit einem nassen Bindfaden als Antenne und Fahrraddynamo an einer ollen Batterie, sowie 2 Drähten, die im Morsecode aneinandergehalten werden. Digitalsysteme haben dagegen eine ungleich bessere Abhörsicherheit....

Die 985 kann übrigens von jedem, der es denn mag und sich leisten will, auch selber bewegt werden. Ists doch das Fahrzeug, mit dem schon Dutzende ihr "Tramdiplom" abgelegt haben. Dann kann derjenige sich auch mal im Fahrerstand einer Straßenbahn austoben....

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RE: Fahrschulwagen 985

#13 von G-e-o-r-g-V , 23.02.2013 18:29

Zitat von Zonendödel
Die 985 kann übrigens von jedem, der es denn mag und sich leisten will, auch selber bewegt werden. Ists doch das Fahrzeug, mit dem schon Dutzende ihr "Tramdiplom" abgelegt haben. Dann kann derjenige sich auch mal im Fahrerstand einer Straßenbahn austoben....



Ab 2013 soweit ich weiß nicht mehr, entsprechende Seite der HAVAG im Internet ist auch verschwunden.

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RE: Fahrschulwagen 985

#14 von firechefman01 , 23.02.2013 21:44

@Zonendödel

O.K., Du hast gewonnen. Ich wollte ja die User, die hier mitlesen, nicht mit dem von Dir besprochenen "Fachchinesisch" langweilen.
Klar weis ich schon, was es mit Kanälen und Frequenzen zu tuen hat, bin ja nicht umsonst seit 1996 Ausbilder im BOS-Funk.
Gut, wie es beim Betriebsfunk abläuft, wurde damals in der Ausbildung nur angestriffen, da wir ja auf BOS ausgebildet wurden. Daher war mein Beitrag auch, wie ich ja betont hatte, etwas auf Ironie.
Als ich vor vielen Monden mal bei der "VE Verkehrsbetriebe Halle" als Strab-Fahrer tätig war (1979-1981) gab es nur den Funk auf der Strab-Linie 5, und natürlich auch auf verschiedenen Dispatcher- und Hilfsfahrzeugen, Rufname "Vase".
Wenn Du willst, können wir ja mal per PN uns unterhalten.
Bis dahin
LG Cliff

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RE: Fahrschulwagen 985

#15 von Ricardo , 24.02.2013 13:23

Zitat von G-e-o-r-g-V
Ab 2013 soweit ich weiß nicht mehr, entsprechende Seite der HAVAG im Internet ist auch verschwunden.



Gestern fanden Fahrten statt

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