Knotenpunkt-Zeigersprung-Prinzip

#1 von Halle-Süd , 15.11.2007 15:14

Ich finde, die Havag sollte endlich zum "Knotenpunkt-Zeigersprung-Prinzip" übergehen. Dies bedeutet, dass die Straßenbahnen an allen Knotenpunkten - falls sie zu früh sind - solange warten, bis die Abfahrtsminute heran ist. So werden Verfrühungen und Anschlussverluste vermieden. Außerdem sollte endlich darauf geachtet werden, dass die fahrplanmäßigen Wartehalte (z.B. SL 11 am Grünen Feld) auch so eingehalten werden. Es kann einfach nicht sein, dass jeder fährt, wie es ihm gerade in den Sinn kommt (heute mal zu früh, morgen mal verspätet).
Außerdem sollte an der NBS Heide - Kröllwitz darauf geachtet werden, dass die Bahn an der Heide erst dann in den eingleisigen Bereich einfährt, wenn die Gegenbahn vom Spechtweg eingetroffen ist. Bei einer Fahrzeit Kröllwitz - Weinberg von nur 4 Minuten muss die Bahn freie Fahrt haben, um das in etwa halten zu können. Da leider die Kreuzung am Spechtweg die Regel ist, kommen die SL 4 und 5 (fast) immer mit 2-5 Minuten Verspätung Richtung Innenstadt.
Die Anschlüsse des Gesamtsystems könnten durch diese Maßnahmen meiner Meinung nach stabilisiert werden.

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RE: Knotenpunkt-Zeigersprung-Prinzip

#2 von taquetz , 15.11.2007 20:10

das liegt nicht unbedingt an den Fahrern sondern an denen (untalentierten), welche die Fahrpläne erstellen. hinzu kommt, das bei Abfahrt der 4/5 ab KWZ. garantiert immer noch eine 7 dazwischen funkt, wo umsteigende Fahrgäste mit reichlich viel Zeit erst einen "Wandertag" beginnen. Wartet man, steht man vorm Eingleisigen und wartet noch mehr - Fahrgäste meckern - wartet man nicht meckern die Stehengelassenen. Der Arsch ist IMMER der Fahrer.

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RE: Knotenpunkt-Zeigersprung-Prinzip

#3 von Halle-Süd , 15.11.2007 20:33

Zitat von taquetz
das liegt nicht unbedingt an den Fahrern sondern an denen (untalentierten), welche die Fahrpläne erstellen. hinzu kommt, das bei Abfahrt der 4/5 ab KWZ. garantiert immer noch eine 7 dazwischen funkt, wo umsteigende Fahrgäste mit reichlich viel Zeit erst einen "Wandertag" beginnen. Wartet man, steht man vorm Eingleisigen und wartet noch mehr - Fahrgäste meckern - wartet man nicht meckern die Stehengelassenen. Der Arsch ist IMMER der Fahrer.



Ich wollte mich keinesfalls pauschal gegen die Fahrer der Havag wenden.
Der Übergang in Kröllwitz vom Bus und von der "7" ist tatsächlich eine Katastrophe, weil die Havag einfach nicht anerkennen will, dass es Fahrgäste gibt, die von Tram zu Tram umsteigen wollen (Giebichenstein - Heide). Da gibt es noch viel Optimierungsbedarf.
Die Zwickmühle ist nur zu lösen, wenn die Havag eine einheitliche Regelung schafft. Daher auch meine Frage vor einigen Wochen, ob es durchgegehende Fahrten in Kröllwitz gibt.

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RE: Knotenpunkt-Zeigersprung-Prinzip

#4 von Sven Götze , 16.11.2007 23:08

Was aber schlägst du bei Verspätungen präzise vor?

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RE: Knotenpunkt-Zeigersprung-Prinzip

#5 von taquetz , 18.11.2007 19:07

das Zeigersprung-Prinzip (hab noch nie davon gehört) finde ich aber nicht schlecht. Gibt es ähnliches bei anderen Verkehrsbetrieben?
ähnlicher Vorschlag z.B. bei Spät- und Nachtverkehr: wie bei Bussen ohne zwingenden Halt an Haltestellen --> nur beim drücken von "Haltewunsch" oder wenn Haltestellen besetzt sind (Fahrgäste von außerhalb mitwollen). An den Knotenpunkten: wie bereits vorgeschlagen.
Der Hinweis für Fahrgäste wird im Fahrplan schließlcih so vermerkt, das nicht alle(oder fast alle) Haltestellen mit Abfahrzeiten versehen werden sondern nur noch die Knotenpunkte (ähnlich wie auf der Kurstafel des Fahrers). Und was dazwischen fehlt: da muß sich der Fahrgast eben nach den vorherigen Knotenpunkt richten und schon kommen weniger Fahrgäste zu spät von IRGENDWO dahergerannt oder muß evtl. noch über eine rote Ampel rüber. So ist auch gleich noch ein weiteres Problem gelöst.

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RE: Knotenpunkt-Zeigersprung-Prinzip

#6 von Halle-Süd , 19.11.2007 17:56

Zitat von zwerg
Was aber schlägst du bei Verspätungen präzise vor?



Beeilen, um so schnell wie möglich wieder in den Plan zu kommen.
Einige Abschnitte haben noch ausreichend Fahrplanreserven (z.B. Vogelweide - Rannischer Platz da reichen auch mal 5,5 statt 7 Minuten).

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RE: Knotenpunkt-Zeigersprung-Prinzip

#7 von Halle-Süd , 19.11.2007 18:01

Zitat von taquetz
das Zeigersprung-Prinzip (hab noch nie davon gehört) finde ich aber nicht schlecht. Gibt es ähnliches bei anderen Verkehrsbetrieben?
ähnlicher Vorschlag z.B. bei Spät- und Nachtverkehr: wie bei Bussen ohne zwingenden Halt an Haltestellen --> nur beim drücken von "Haltewunsch" oder wenn Haltestellen besetzt sind (Fahrgäste von außerhalb mitwollen). An den Knotenpunkten: wie bereits vorgeschlagen.
Der Hinweis für Fahrgäste wird im Fahrplan schließlcih so vermerkt, das nicht alle(oder fast alle) Haltestellen mit Abfahrzeiten versehen werden sondern nur noch die Knotenpunkte (ähnlich wie auf der Kurstafel des Fahrers). Und was dazwischen fehlt: da muß sich der Fahrgast eben nach den vorherigen Knotenpunkt richten und schon kommen weniger Fahrgäste zu spät von IRGENDWO dahergerannt oder muß evtl. noch über eine rote Ampel rüber. So ist auch gleich noch ein weiteres Problem gelöst.



Tja, das Prinzip stammt ja auch von mir. Deshalb wird man es in der Literatur auch (noch!) nicht finden.
Wie andere Betriebe da vorgehen, entzieht sich meiner näheren Kenntnis.
Muss ich mal recherchieren.

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RE: Knotenpunkt-Zeigersprung-Prinzip

#8 von taquetz , 19.11.2007 19:11

was nützt Vogelweide-Rannischer Platz, wenn eine Linie 1 an der Veszpremer Str. 2 min rumsteht und auf "frei" wartet.

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RE: Knotenpunkt-Zeigersprung-Prinzip

#9 von marcel , 19.11.2007 20:56

Zitat von Halle-Süd


Tja, das Prinzip stammt ja auch von mir. Deshalb wird man es in der Literatur auch (noch!) nicht finden.
Wie andere Betriebe da vorgehen, entzieht sich meiner näheren Kenntnis.
Muss ich mal recherchieren.

Halle-Süd



Na da haste Dir aber nen Namen ausgedacht *G*

Aber der Bahn auf der Strecke Merseburg - Mücheln (und weiter) kommt immer ne Ansage, dass die der Wagen nur hält, wenn man drückt.
Okay, in der Straßenbahn wäre das nicht sinnvoll, hinter jeder Haltestelle das jedesmal anzusagen, aber nen Tonsignal würde da ja ausreichen.
Nur die Haltestellenampeln machen da sicher nicht ganz so mit.

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RE: Knotenpunkt-Zeigersprung-Prinzip

#10 von BikerB , 20.11.2007 08:22

Moin moin !

Leute, Leute, wir müssen doch nicht auf die Idee kommen, das Fahrrad nochmal zu erfinden ! Ich fahre seit 22 Jahren Straßenbahn - in Magdeburg und zwischendurch auch mal kurz in Leipzig. Es ist völlig unstrittig, daß die in den Fahrplanunterlagen ausgewiesenen Durchfahrtzeiten eingehalten werden ! Sollte ein Fahrer zu früh fahren, obwohl er diese Abweichung durch warten ausgleichen könnte, so ist das schlicht Disziplinlosigkeit und gehört geahndet. Und das sage ich ganz bewußt als Fahrer. Ich kann mir nicht vorstellen, daß das bei der HAVAG anders ist.

Ich bitte aber alle, die nicht unmittelbar mit dem Fahrdienst vertraut sind, zu beachten, daß auf das System Fahrdienst eine Vielzahl von äußeren Einflüssen wirken. So kann man zum Beispiel Verfühungen nicht an jeder Haltestelle problemlos ausgleichen - sei es, weil man dann andere Linien behindert oder weil die LSA-Steuerungen so optimiert sind, daß sie einen Fahrzeitausgleich nicht zu lassen usw. usw.

Das Durchfahren von Haltestellen, so kein Fahrgastbedarf besteht, ist übrigens in etlichen Betrieben schon üblich, so z.B. bei der BVG in Berlin.

 
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RE: Knotenpunkt-Zeigersprung-Prinzip

#11 von Halle-Süd , 20.11.2007 10:17

Zitat von BikerB
Moin moin !

Leute, Leute, wir müssen doch nicht auf die Idee kommen, das Fahrrad nochmal zu erfinden ! Ich fahre seit 22 Jahren Straßenbahn - in Magdeburg und zwischendurch auch mal kurz in Leipzig. Es ist völlig unstrittig, daß die in den Fahrplanunterlagen ausgewiesenen Durchfahrtzeiten eingehalten werden ! Sollte ein Fahrer zu früh fahren, obwohl er diese Abweichung durch warten ausgleichen könnte, so ist das schlicht Disziplinlosigkeit und gehört geahndet. Und das sage ich ganz bewußt als Fahrer.



Ich erlebe aber etwa ein Drittel der Bahnen, die zu früh fahren. So verlängert sich regelmäßig meine Fahrzeit Uni - nach Hause um ca. +10 und mehr Minuten, weil mein Anschluss sich schon verflüchtigt hat.
Beispiele sind Linie 1 und 3 am Franckeplatz/Taubenstraße Richtung Süden. Die fahren gerne mal mit -2 rum

Krassestes Beispiel war letzte Woche eine Linie 8 an der Vogelweide Richtung Trotha, die von der EBS mit -2 ankam. Daweile beträgt die Fahrzeit auch gerade mal diese zwei Minuten. Also schon an der EBS zu früh los. Und dafür habe ich kein Verständnis. Das ist einfach Mist.
Tag und Uhrzeit schreibe ich natürlich nicht. Es geht mir ums Prinzip und nicht den Fahrer.

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RE: Knotenpunkt-Zeigersprung-Prinzip

#12 von Michael , 20.11.2007 10:27

Zitat von Halle-Süd
Beispiele sind Linie 1 und 3 am Franckeplatz/Taubenstraße Richtung Süden. Die fahren gerne mal mit -2 rum

Das kann ich aus eigener regelmäßiger Erfahrung bestätigen!

Auf einigen Strecken müßten wirklich mal die Fahrzeiten laut Fahrplan der Realität angepaßt werden. Mag ja schön sein, wenn man bei Verspätungen einen "Puffer" hat, um wieder aufzuholen. Wenn aber Verfrühungen häufiger vorkommen als Verspätungen...

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RE: Knotenpunkt-Zeigersprung-Prinzip

#13 von Ric , 20.11.2007 14:57

Zitat von Halle-Süd

Krassestes Beispiel war letzte Woche eine Linie 8 an der Vogelweide Richtung Trotha, die von der EBS mit -2 ankam. Daweile beträgt die Fahrzeit auch gerade mal diese zwei Minuten. Also schon an der EBS zu früh los.

Halle-Süd



Wie darf ich das jetzt verstehen? Wenn du schreibst mit -2 (für mich = 2 Minuten zuspät) ankam wie soll der dann an der Elsa zu zeitig losgefahren sein?

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RE: Knotenpunkt-Zeigersprung-Prinzip

#14 von Halle-Süd , 20.11.2007 15:05

Zitat von Ric

Zitat von Halle-Süd

Krassestes Beispiel war letzte Woche eine Linie 8 an der Vogelweide Richtung Trotha, die von der EBS mit -2 ankam. Daweile beträgt die Fahrzeit auch gerade mal diese zwei Minuten. Also schon an der EBS zu früh los.

Halle-Süd



Wie darf ich das jetzt verstehen? Wenn du schreibst mit -2 (für mich = 2 Minuten zuspät) ankam wie soll der dann an der Elsa zu zeitig losgefahren sein?




Also bei der Eisenbahn ist "-" zu früh und "+" zu spät. Sollte das bei der Straßenbahn anders herum sein, bitte ich dies zu entschuldigen.

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P.S.: Gibt es dazu eine einheitliche Regelung? Kann man das irgendwo nachlesen?

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RE: Knotenpunkt-Zeigersprung-Prinzip

#15 von Ric , 20.11.2007 15:06

Also bei der HAVAG ist es so das "+" zu zeitig ist und "-" zu spät.

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